
27.01.2025 – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:
„Erinnerung kennt keinen Schlussstrich“



Seit 2018 ist der Deutsch-Russische Festtage e.V. auch Förderverein, d.h. er unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten verschiedenartigste Projekte, die geeignet sind, den offenen kulturellen Austausch sowie die gegenseitige Annäherung der Zivilgesellschaften zu fördern.
Das sowjetische Ehrenmal in Treptow ist auch ein Friedhof für 7.200 Rotarmisten, die in der Schlacht um Berlin gefallen sind. Auf der Hauptallee stehen auf beiden Seiten symbolisch je 8 Sarkophage mit Flachreliefs aus dem Großen Vaterländischen Krieg zu Ehren der damals 16 Unionsrepubliken.
Hinter den Sarkophagen auf den Rasenflächen unter Platanen befinden sich die Sammelgräber der 1947-1949 hier umgebetteten Rotarmisten. Auf den fünf quadratischen Rasenflächen im mittleren Teil sind die Toten nicht begraben, sie stellen symbolisch Sammelgräber dar.
Seit 2016 unterstützt unser Verein die Initiative, die Gräber der im Treptower Park bestatteten Sowjetsoldaten mit Namenstafeln zu kennzeichnen.
Gründe:
1. Die Namenstafeln sind ein letztes Zeichen der gefallenen Soldaten. Sie geben ihnen eine Stimme, sich noch einmal an sie zu erinnern und vor allem die Lebenden zu mahnen.
2. Durch die Namenstafeln wird die Störung der Totenruhe durch das versehentliche Betreten oder die anderweitige Nutzung der in Form von Rasenflächen angelegten Gräber vermieden.
3. Die Namenstafeln schaffen einen Ort der Trauer für die Hinterbliebenen
4. Die Namenstafeln ermöglichen ein würdiges Gedenken an die Gefallenen
Und so könnten die Namenstafeln aussehen:



Auch in Russland gibt es deutsche Soldatenfriedhöfe. Die dort begrabenen Männer gelten als im Krieg Gefallene. Sie sind in gewissem Sinne ebenfalls Opfer des Krieges, denn die meisten von ihnen haben sich nicht freiwillig in diesen verbrecherischen Feldzug begeben. Und alle haben in der Heimat ihre Familien hinterlassen, die ein natürliches Recht auf Gedenken an ihre Vorfahren haben. Und heute, 80 Jahre nach ihrem Tod, mahnen sie auch die Nachkommen.
Wir werden immer wieder gefragt, wo man sich über Gefallenen erkundigen kann. Hier sind einige nützliche Links, für deren Inhalte unser Verein jedoch keine Gewähr übernimmt:
24.09.2024 – Instandsetzung einer Gedenktafel
Im Treptower Park gibt es eine gesonderte Grabstelle für vier Sowjetsoldaten, die im zentralen Teil der Gedenkstätte gelegen ist. Die Namen der Gefallenen sind bekannt. Für sie wurde eine Mustertafel hergestellt, die allerdings nicht wetterfest ist. Sie wurde bereits am Grab jeweils am 8./9. Mai gezeigt.
Wir haben 348,31 Euro aus der Spendensammlung vom 09.05.2024 dazu verwendet, die Tafel wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Beim nächsten Tag der Befreiung in 2025 werden wir sie wieder am Grab aufstellen.







09.05.2024 – Fotoausstellung für im Ehrenmal Treptower Park bestattete Soldaten und Kommandeure der Roten Armee und Spendensammlung
Am Tag der Befreiung zeigte unser Verein erneut die Fotoausstellung mit den im Treptower Park bestatteten Soldaten und Kommandeure der Roten Armee. Diesmal führten wir gleichzeitig eine Spendensammlung durch, um Mittel für die o.g. Initiative zu gewinnen.
Filmaufnahmen von der Aktion finden sich hier (ab 13:57)






Die Spendensammlung war sehr erfolgreich, es kamen 750,00 Euro zusammen.



06.05.2024 – Interview mit einem russischen TV-Sender



Hinter den Sarkophagen auf den Rasenflächen unter Platanen, wo sich die Gräber der Rotarmisten befinden, wurde das Interview aufgenommen.


09.05.2021 – Fotoausstellung für im Ehrenmal Treptower Park bestattete Soldaten und Kommandeure der Roten Armee



2016 wurden wir gebeten, bei der Ermittlung der Namen der im Park beerdigten sowjetischen Soldaten und einer wie auch immer gearteten Kenntlichmachung der Grabstätten behilflich zu sein.
Einige Vereinsmitglieder sind der Bitte nachgekommen und 2021 konnten wir am 9.Mai die Ergebnisse unserer Arbeit in Form einer Ausstellung im Treptower Park zeigen. Die Ausstellung wurde von den Besuchern/Hinterbliebenen sehr aufmerksam wahrgenommen und es gab sehr viele positive Reaktionen.






Information zum Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten
Am 8. Mai 1949 wurde im Treptower Park das größte sowjetische Kriegerdenkmal außerhalb der Sowjetunion eingeweiht. Die Bedeutung des Denkmals geht weit über Berlin und Deutschland hinaus. Im zentralen Teil des Parks steht die Figur eines sowjetischen Soldaten, der ein gerettetes Kind in den Armen hält und mit einem Schwert ein Hakenkreuz zerschneidet. Diese Statue des Kriegers und Befreiers wurde zu einem weltberühmten Symbol, das an den Sieg der UdSSR im Großen Vaterländischen Krieg und die Befreiung Europas vom Faschismus erinnert. Für den Bau wurde Granit aus Hitlers Reichskanzlei verwendet. Die Handlung des Denkmals ist von realen Ereignissen inspiriert.
Seit November 2022 steht ein Nachbau des sowjetischen Ehrenmals in der südsibirischen Stadt Kemerowo, aus der der Soldat Nikolai Masalow stammte, der in den letzten Kriegstagen ein deutsches Kind vor dem Tod rettete und den Schöpfer des Berliner Denkmals, Jewgeni Wutschetitsch, hochwahrscheinlich inspirierte.


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Kontoinhaber: Deutsch-Russische Festtage e.V.,
Verwendungszweck: „Spende für Namenstafeln Treptow“.
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Kontakt: info(at)drf-berlin.de